1 . - M a i - Z e i t u n g

Texte aus der 1.-Mai-Zeitung und weitere Textbeiträge

Heute erscheint die 1.-Mai-Zeitung 2020.

Weil wir nebst der Zeitung weitere interessante und wichtige Textbeiträge erhalten haben, veröffentlichen wir diese auf dieser Seite.

Die Texte aus der Zeitung zum Thema Lateinamerika findest Du auf der Seite 'Hauptthema', zusammen mit weiteren Infos.

Falls Du die Zeitung als PDF herunterladen möchtest, kannst Du den Link unten benützen.
Falls Du Dir ein Exemplar aus Papier und Farbe sichern möchtest: Es liegen bei der Buchhandlung im Volkshaus auf!

Zum Einstieg das Editorial:

Es brennt!
Ja, es brennt – überall auf der Welt.

Es ist uns wohl allen klar, dass es nicht bloss im Hinterland Brasiliens brennt, vielmehr haben sich in den vergangenen Jahren in allen Ecken des Kontinents bis hinauf nach Mexiko Feuer entzündet. In fast allen Ländern wehren sich Menschen gegen Politiker, welche weiter den Reichen des Planeten hofieren und gegen deren Schergen und Handlanger, die nicht davor zurückschrecken, kritische Stimmen zum Verstummen zu bringen. Eine dieser Geschichten wird in «Brasilien, ein gefährliches Pflaster für Aktivist*innen» nachgezeichnet.
Dass diese Ungleichheit nicht aus einer Laune der Natur entstanden ist, sondern System und Plan hat, das wird spätestens dann klar, wenn wir sehen, wie sehr sich rechte Kräfte wieder an die Macht zu hebeln versuchen, wie aktuell in den meisten Ländern. In «Rechte Reconquista» erhalten wir Einblick in die versuchte Einflussnahme von aussen, aber auch in den Widerstand, der von innen dagegen anhält.
Keine Texte, dafür gewichtige Worte erwarten und von unseren beiden diesjährigen Hauptrednerinnen aus Lateinamerika. Leonida Zurita kämpft als Parlamentsabgeordnete der MAS in Bolivien für eine gerechtere Gesellschaftordnung und die Selbstbestimmung der Völker. Liliane Blaser ist venezolanisch-schweizerische Dokumentarfilmerin, welche in ihrer Arbeit die ausbeuterischen Machtverhältnisse der Ära vor Hugo Chavez dokumentierte und auch heute, da die ehemalige Oberschicht Venezuelas sich wieder an die Macht putschen will, in der Öffentlichkeit mit ihrer Stimme dagegen ankäpft.

Dass in den letzten acht Wochen eine neue globale Krisensituation entstanden ist, lässt sich nicht leugnen. Zalhreiche Menschen werden täglich Opfer einer Krankheit, welche sich nicht von heute auf morgen eindämmen lässt.
Doch diese Ausnahmesituation fordert auch an anderen Stellen Opfer: Grundrechte werden von Regierungen ausser Kraft gesetzt, weil diese mittels Notrecht für demokratische Verhältnisse diktatorische Machtfülle erhalten. Daniel Möckli hat der Online-Zeitung «Republik» skizziert, was das für die Grundrechte bedeutet und warum ein Respekt zollender Blick nach China doch verblendet ist. Der Artikel und das Interview unter dem Titel «Am Anfang dieser Pandemie steht ein autoritärer Staat, der Kritik unterdrückte» wurden uns freundlicherweise von der «Republik» zur Verfügung gestellt.

Zahlen sollen Klarheit in die wilde Lage, in der wir uns befinden bringen. Doch Zahlen erfassen nur einen Teil der Gesellschaft, weil es zahlreiche Menschen in der Schweiz gibt, welche für die Statistiker*innen unsichtbar sind: Menschen mit ungeregeltem Aufenthaltsstatus, Sans-Papiers. Dass sie sich heute kaum vor Ansteckungen schützen können und kaum Zugang zu medizinischer Versorgung haben, ist unhaltbar. Doch auch Menschen im Asylverfahren ergeht es nicht viel besser. Im Artikel «Mensch ist nicht gleich Mensch» wird die verfahrene Situation ans Tageslicht gebracht. Wir fordern nach wie vor die Regularisierung aller Menschen in der Schweiz und auf der ganzen Welt!

Deshalb rufen das 1.-Mai-Komitee mit dem Slogan «Es brennt!» zum 1. Mai 2020 auf!
Obwohl wir nicht auf die Strassen können, obwohl wir uns nicht versammeln können:
Wir werden auch weiterhin nicht schweigen und fordern alle auf:
Hört auf die Stimmen Lateinamerikas!

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